Deutscher Nachhaltigkeitspreis geht an Stuttgart, Geestland und Fuchstal

© Pressefoto, 14.DEUTSCHER NACHHALTIGKEITSPREIS
Am 3. Dezember wurden die Sieger des diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreises ausgezeichnet.

Stuttgart, Geestland und Fuchstal – diese drei unterschiedlich großen Städte können sich spätestens seit dem 3. Dezember 2021 als Vorbild für andere betrachten. Im Rahmen des 14. Deutschen Nachhaltigkeitstages wurde an sie der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2022 verliehen. Mit dem Preis werden seit 2012 „Vorreiter der kommunalen Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird in den drei Kategorien Großstädte, Städte mittlerer Größe sowie Kleinstädte und Gemeinden vergeben. Insgesamt hatten es zehn Städte und Gemeinden ins Finale geschafft. Die Sieger erhielten jeweils ein zweckgebundenes Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.

Weltklima in Not – Stuttgart handelt

In der Kategorie der Großstädte stach Stuttgart als Pilotkommune bei der Erprobung der SDG-Indikatoren hervor (SDG = Sustainable Development Goals – Ziele für nachhaltige Entwicklung). Als solche geht sie seit 2019 im Rahmen des Aktionsprogramms „Weltklima in Not – Stuttgart handelt“ fortschrittlichen Maßnahmen zum Klimaschutz nach. Die Fortschritte werden mittels eines Treibhausgas-Reduktionspfades nach Maßgabe des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens überwacht. Auch in der Luftqualität konnten entscheidende Verbesserungen erzielt werden.

Bürgermeister wird Nachhaltigkeitsmanager in Geestland

Geestland konnte in der Kategorie der mittelgroßen Städte durch ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis überzeugen. Für die Nachhaltigkeit bzw. Enkeltauglichkeit in der Gemeinde hatte sich Bürgermeister Thorsten Krüger eigens zum Nachhaltigkeitsmanager aus- bzw. fortbilden lassen. Gleichsam wurde eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die Entwicklungsziele in zahlreichen Handlungsbereichen formuliert. Eine eingesetzte Klimaschutzmanagerin kümmert sich um die Umsetzung.

Eigenes ISEK in Fuchstal

Unter den vier Kleinstädten und Gemeinden im Finale konnte das oberbayrische Fuchstal die Jury mit einem eigenen integrierten interkommunalen Dorfentwicklungskonzept (ISEK) für sich gewinnen. Durch das Projekt „Energiezukunft Fuchstal“ erhält die Gemeinde eine regenerative Strom- und Wärmeversorgung. Darüber hinaus sind Carsharing oder der Ausbau von E-Ladesäulen geplant, ebenso wie eine Online-Plattform, auf der Bürgerinnen und Bürger sich aktiv mit eigenen Ideen engagieren können.

Die Finalisten der Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022:

Großstädte 2022

  • Stuttgart (Sieger)
  • Bottrop (Finalist)
  • Göttingen (Finalist)

Städte mittlerer Größe 2022

  • Geestland (Sieger)
  • Kirchheim unter Teck (Finalist)
  • Neukirchen-Vluyn (Finalist)

Kleinstädte und Gemeinden 2022

  • Fuchstal (Sieger)
  • Ascha (Finalist)
  • Oberelsbach (Finalist)
  • Flecken Steyerberg (Finalist)