Wie sie im Alltag ihre CO²-Bilanz verbessern

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Ein guter Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag ist CO² einzusparen und so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wir geben Tipps, welche Möglichkeiten es gibt: einige davon bedeuten ein wenig Anstrengung, andere sind derart einfach umzusetzen, dass sich manch einer fragt: Warum beginne ich erst jetzt damit?

Fangen wir zunächst mit einer weniger bequemen, aber effektiven Einsparmöglichkeit an: Das Fahrrad nutzen anstelle des Autos. Untersuchungen zufolge führen in deutschen Großstädten 40 bis 50 Prozent der Autofahrten über eine Strecke von weniger als fünf Kilometer Länge. Sie liegen damit in einem Entfernungsbereich, in dem man mit dem Fahrrad sogar oft schneller ist. Wer Rad fährt statt das Auto zu nehmen, kann jedes Jahr mehrere Hundert Kilo CO² sparen – je weiter der Arbeitsweg, desto größer das Einsparpotenzial. Das Wetter ist zu schlecht? Der innere Schweinehund zu groß? Dann wenigstens die öffentlichen Verkehrsmittel oder Carsharing in Betracht ziehen. Und anschließend den Fahrstuhl im Büro ignorieren und die Treppe nutzen.

Die Heizung etwas runterdrehen hat einen großen Effekt: Bereits bei einer um 1 °C gesenkten Zimmertemperatur kann einiges an CO² im Jahr eingespart werden. Dazu noch Stoßlüften statt die Fenster nur zu kippen, spart bis zu 340 kg CO² pro Jahr. Wenn draußen noch die Sonne scheint und die Heizung gar nicht gebraucht wird, hängen Sie doch gleich noch ihre Wäsche nach draußen statt den Trockner zu nutzen. Und anschließend am Gerät den Standby-Modus ausschalten, nicht nur beim Trockner, sondern bei sämtlichen Geräten.

Es gibt noch weitere unzählige Möglichkeiten, um die CO²-Bilanz zu verbessern: LED-Lampen bspw. sind langlebiger und verbrauchen 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Leuchtmittel. Wenn beim Kochen der Deckel auf dem Topf liegt und der Herd bereits etwas früher ausgeschaltet wird, hilft das bereits auch. Sie essen gerne Gemüse? Kaufen Sie es möglichst aus der Region und saisonal, um lange Transportwege zu sparen und lassen das Fleisch dazu häufiger mal weg. Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch verursacht zwischen elf und 30 Kilo Treibhausgasemissionen – Obst oder Gemüse dagegen liegen bei weniger als einem Kilo.

Und: überlagerte Lebensmittel nicht gleich wegwerfen. Denn selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten ist, sind die meisten Lebensmittel noch genießbar und müssen nicht entsorgt werden. Würden die deutschen Haushalte in Zukunft nur noch die Hälfte der Lebensmittel wegwerfen, würde das laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft gut sechs Millionen Tonnen CO² einsparen. Zum Einkaufen die eigene Verpackung mitnehmen hilft, unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.

Auch Sharing ist eine nicht zu vernachlässigende Option: Braucht wirklich jede(r) eine eigene Bohrmaschine oder ein eigenes Raclette? Solche Dinge zu teilen, statt sie selbst zu kaufen, spart Ressourcen. Und sollte mal ein Gerät defekt sein, kann man eine Reparatur in Erwägung ziehen. Das spart nicht nur Geld, sondern bis zu 24 kg CO²

Eine nachhaltige Lebensweise ist ein wichtiger Faktor, um die Emissionen für den Klimaschutz stark zu senken. Sie wollen ihren CO²-Ausstoß genauer betrachten? Der CO²-Rechner vom Umweltbundesamt ermittelt ihren persönlichen CO²-Ausstoß.