Was passiert mit Sperrmüll?

In Sperrmüll steckt Potential BjörnWylezich@AdobeStock

Das alte Sofa hat endgültig ausgedient? Dann ist es wohl Zeit, Abschied zu nehmen. Am Ende ihres Lebens gehören Gegenstände wie Sessel, Sofa, Tisch, Stuhl, Bett, Matratze, Musikinstrument oder Gartenmöbel auf den Sperrmüll. Auch Elektrogeräte in haushaltsüblichen Mengen (Achtung: ohne Akkus und Batterien!) sowie unbrauchbare Fahrräder, Kinderwagen und Wäscheständer finden dort ihre letzte Ruhestätte. All das, was irgendwie zu groß für den Restmüll ist. Was sonst noch so in die Kategorie „sperrige Abfälle“ gehört, lässt sich im Zweifel mit einem Anruf in der Gemeindeverwaltung klären. Das kann sich nämlich von Kommune zu Kommune durchaus unterscheiden.

Und dann, wohin mit dem Berg an Sperrmüll? Wer Zeit und Mittel hat, schafft seinen alten Hausrat einfach selbst zum Wertstoffhof in der Nähe. Bequemer ist es natürlich, eine (meist kostenpflichtige) städtische oder private Sperrmüllabfuhr mit der Abholung der Altlasten zu beauftragen. Bis hierhin ist alles klar. Doch was passiert dann weiter mit dem einstmals geliebten Sofa?

In der Sperrmüllsortieranlage wird alles erstmal in seine Einzelkomponenten zerlegt. Holz, Kunststoff, Metall – Rohstoffe, aus denen sich ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft noch etwas machen lässt. Circa ein Drittel Altholz steckt in Sperrmüll. Dieses kann je nach Qualität zu Spannplatten weiterverarbeitet und für neue Möbel wiederverwendet werden. Elektroaltgeräte werden in ihre Einzelteile zerlegt, Metalle eingeschmolzen und zur Weiterverwendung verkauft. Auch alte Kunststoffe lassen sich manchmal noch wiederaufbereiten. Laut Statista wurden 2019 über 50 % Sperrmüll in Deutschland recycelt. Das ist schon einmal eine ganz gute Quote. Der Rest wird dann üblicherweise verbrannt – in der Hoffnung, dass hier ein Teil des alten Sofas als Wärme wieder ins Wohnzimmer zurückkommt.