Elektrokleingeräte entsorgen im Lebensmittelhandel

Elektrokleingeräte entsorgen im Lebensmittelhandel mhp@Adobe.Stock

Das Leben für VerbraucherInnen wird wieder etwas erleichtert: Ab dem 1. Juli müssen sie ihre ausgedienten Elektrokleingeräte nicht mehr aufwendig zum Wertstoffhof bringen, sondern können diese beim Supermarkt oder Discounter um die Ecke abgeben. Das gilt für kleine Geräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 Zentimetern, wie Smartphone, Taschenlampe oder Rasierer. Achtung: Es dürfen lediglich drei Geräte gleichzeitig zurückgegeben werden. Bei größeren Altlasten gilt die Regel 1:1. So kann ein ausgedienter Staubsauger nur bei Kauf eines neuen Staubsaugers abgegeben werden. 

Grundlage für diese neue Regelung ist das nun schon zum dritten Mal novellierte Elektrogesetz (ElektroG), welches bereits zum Jahresanfang in Kraft getreten ist.

Für Lebensmittelläden, die Altgeräte zurücknehmen müssen, gelten dabei zwei Voraussetzungen: Das Geschäft ist mindestens 800 Quadratmeter groß und bietet mehrmals im Jahr auch Elektrogeräte zum Verkauf an. Das dürfte bei einem Großteil von Rewe, Aldi, Lidl & Co. der Fall sein. Woran erkennen VerbraucherInnen nun einen Supermarkt, der verpflichtet ist, Elektroaltgeräte zurückzunehmen? Wie schätzt man die Ladenfläche? Esther Sabokat von der Verbraucherzentrale Saarland weis Rat: „Man sollte im Supermarkt nach dem Symbol für Elektrogeräterücknahme Ausschau halten: ein grüner Stecker in der Mitte, außen herum laufen kreisförmig zwei Pfeile.“

Was für VerbraucherInnen gut ist, hilft auch der Kreislaufwirtschaft. Mit der neuen Verordnung soll nämlich vor allem das Netz an Rückgabestellen vergrößert werden, um die Sammelquote elektronischer Altgeräte zu erhöhen. Die stagniert laut Umweltbundesamt in Deutschland seit 2016 bei um die 44 %. Die seit 2019 geltende europäische WEEE-Richtlinie für Elektro- und Elektronikgeräte-Abfall („Waste of Electrical and Electronic Equipment“) schreibt jedoch vor, dass mindestens 65 % des Elektroschrotts gesammelt werden muss. 

Denn in ausgedienten Elektrogeräten steckt noch Potential. Darin enthaltene Metalle wie Eisen, Kupfer und Aluminium können recycelt werden, genauso wie Edel- und Sondermetall, wie beispielsweise aus Handys. In denen stecken etwa 250 Gramm Gold pro Tonne. Das macht in der Summe schon was her. Statt das kaputte Smartphone also in der Schublade zu bunkern, kann es beim nächsten Einkauf einfach mitgenommen und umweltbewusst entsorgt werden.